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Revierinformationen Balearische Inseln

Das Segelrevier der Balearen besteht aus 151 zum Großteil unbewohnten Inseln, von denen Mallorca und Ibiza sowie Menorca die bekanntesten sind.

Mallorca

Mallorca ist die größte (2.667 km²) und bekannteste Insel der Balearen mit der Hauptstadt Palma und seinen mehr als 400.000 Einwohnern. Gleichzeitig ist Mallorca die bergigste der Baleareninseln. Ihre höchsten Gipfel messen über 1.000 m. Mallorca hat eine Küstenlänge von 200 sm und mehr als 80 Ankerbuchten.

Mallorca bietet daher für jeden etwas: ruhige Buchten, beste Wasserqualität, riesige Sandstrände, lebendige Städte und im Landesinneren ursprüngliche Dörfer.

Die wichtigsten Häfen rund um Mallorca sind neben Palma vor allem Porto Portales, Port Andratx, Port Soller, Pollença, Alcudia, Colonia de Sant Pere, Cala Ratjada, Porto Cristo, Porto Colom, Porto Petro und Puerto de Campos.

Im Sommer sind die Häfen und Marinas häufig voll belegt. Es gibt allerdings zahlreiche Ankerplätze auch mit sehr guter Infrastruktur, so dass man Häfen und Marinas nur zum Tanken und für die Wasseraufnahme anlaufen muss.

Zu den schönsten Buchten rund um Mallorca gehören Cala Pi, Cala Mondragó, Cala Petita, Cala Sa Font, Cala Formentor, Cala San Vicente, Cala de la Calobra und Es Pantaleu.

Die Umsegelung der Insel ist in einer Woche leicht zu schaffen und bietet dem Segler erstaunlichen Abwechslungsreichtum; der Norden mit seinen hohen und bizarren Klippen, die Ostküste mit ihren kleinen, geschützten Calas, die zum Ankern einladen, der Süden mit seinen langen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser, der Westen mit etwas von allem.

Palma de Mallorca

Die Stadt Palma ist das wirtschaftliche, politische und kommerzielle Zentrum der Balearen und beheimatet fast die Hälfte der Einwohner Mallorcas.

In den letzten Jahrzehnten wurde aus Palma ein beliebter Ferienort, der sich aufgrund seiner zunehmend weltoffenen Atmosphäre vollständig von seinem Image eines verstaubten Provinznests befreien konnte.
Trotzdem hat sich Palma viel vom alten Charme bewahrt: Es gibt nach wie vor zahlreiche traditionelle Restaurants, Bars und Straßencafés, die auch bei Einheimischen beliebt sind. Fischer reparieren ihre Netze nach wie vor von Hand auf den Kais. Die traditionellen Kunstgewerbe der Insel wie Glasbläserei, Spitzenstickerei und Schnitzereien in Olivenholz bestehen in kleinen Fachgeschäften in den Nebenstraßen fort. Es ist auch immer noch möglich, sich im Labyrinth der alten Gässchen und auf den versteckten, sonnenverwöhnten Plätzen der Altstadt zu verirren. Palma hat für jeden etwas im Angebot.

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Inselhauptstadt Palma de Mallorca ist die gigantische Kathedrale La Seu, die oberhalb des Hafens gelegen ist. Aus Sandstein gebaut ist sie eine der größten und schönsten gotischen Kathedralen der Welt.

Palma ist eine unserer Charterbasen!

Für die Charterbasis Palma können wir Ihnen attraktive Charterangebote für Segelyachten und Katamarane anbieten!

Koordinaten: 39° 34` 48" N – 02° 38` 54" O
VHF-Kanal / Rufzeichen:
Marina-Lageplan
Marina-Lageplan
Adresse
Real Club Náutico de Palma
Plaza de San Pedro, nº 1
07012 Palma de Mallorca
Telefon
+34 971 - 726 848
Fax
+34 971 - 718 636
E-Mail-Adresse

Ibiza

Ibiza hat sich von der Wiege der europäischen Hippy-Bewegung in den 70er Jahren zum Mekka des Nachtlebens von Heute entwickelt und beherbergt die berühmtesten Diskotheken im Mittelmeerraum. So gekennzeichnet ist Ibiza die Hauptstadt der zeitgenössischen Clubkultur und des westlichen Nachtlebens insgesamt. Die Clubs der Insel sind weltberühmt.

Aber Ibiza besteht nicht nur aus Nachtleben und Party. Ibiza-Stadt selbst lädt zum Bummeln und Einkaufen ein, nachmittags im Café sitzen und das bunte Treiben beobachten. Ein Aufstieg zur Zitadelle lohnt auf alle Fälle und führt zu vielen einladenden Restaurants und herrlichen Ausblicken auf die Bucht.

Im Hafen von Ibiza-Stadt ist das Ankern verboten – etwa 0,3 sm von der äußeren Hafenmole entfernt liegt man jedoch weit genug weg von den großen Motoryachten, die an der neuen Außenmole teilweise auch erst spät abends festmachen. Der Ankergrund ist im gesamten Hafenbereich sehr schlecht und nur bei ruhigem Wetter zum Ankern geeignet. Die Disco-Musik, die bis in die frühen Morgenstunden über die ganze Bucht schallt, muss eingerechnet werden.

Das Segelrevier um Ibiza ist recht vielseitig und abwechslungsreich. Es gibt viele unbebaute, idyllische Buchten zum Ankern. Der Süden Ibizas rund um die Inselhauptstadt ist hingegen stark bebaut. Im Westen und Norden Ibizas fasziniert die Küste mit schroffen Klippen und einsamen Buchten. Es gibt mehr als 70 Ankerbuchten und viele malerische Häfen.

Die Landschaft Ibizas ist sehr vielseitig. Sie wird von mehreren verhältnismäßig hoch aufragenden Gebirgszügen durchzogen, nur unterbrochen von fruchtbaren Tälern und Ebenen, in denen Landwirtschaft betrieben wird. Hier gedeihen Oliven, Getreide, Wein und alle Arten von Südfrüchten besonders gut.
 

Ankerbuchten

Die Bucht Talamanca liegt östlich der Landzunge vor Ibiza-Stadt. Dort liegt man zwar bestens und sicher, allerdings direkt in der Einflugschneise des Flughafens.

Cala Portinax im Norden ist eine reizvolle Ankerbucht mit Badestrand, einigen Hotels und Restaurants sowie einem kleinen Supermarkt auf der Anhöhe am nördlichen Ende über dem Sandstrand.

Cala Moli ist eine schöne aber kleine Ankerbucht auf der Westseite von Ibiza mit gutem Ankergrund auf ca. 10 m Wassertiefe und mit gelegentlichem Schwell. Es gibt einen kleinen Badestrand und eine Strandbar / Restaurant mit Süßwasserpool, jedoch keine Einkaufsmöglichkeiten.

Die Landschaft Ibizas ist sehr vielseitig. Sie wird von mehreren verhältnismäßig hoch aufragenden Gebirgszügen durchzogen, nur unterbrochen von fruchtbaren Tälern und Ebenen, in denen Landwirtschaft betrieben wird. Hier gedeihen Oliven, Getreide, Wein und alle Arten von Südfrüchten besonders gut.

Formentera

Formentera ist die beschaulichste der Baleareninseln und nur knapp 25 sm von Ibiza entfernt. Ein Törn rund um Ibiza lässt sich so gut mit einem Aufenthalt auf Formentera verbinden.

Die Stadt liegt auf einem Felsenkap, das den ganzen Hafen dominiert. Die beiden anderen lebhaften Urlauberorte der Insel sind Sant Antoni de Portmany und Santa Eulària des Riu. Im Gegensatz dazu ist die Nordküste fast unberührt und kaum besiedelt. Die Küste ist hier steil und ihre traumhaften Buchten sind am besten mit dem Boot zu erreichen.

Etwas nördlich des Hafens von La Savina liegt man bei der Landzunge Richtung Espalmador sicher vor Anker. Gut bedient wird man in den etwas weiter Richtung La Savina folgenden Strandrestaurants, die man mit dem Beiboot bequem erreichen kann. Zum Einkaufen ankert man mit dem Schiff kurz vor der Hafeneinfahrt und benutzt das Beiboot, zum Nachtanken von Wasser kann man vormittags kurz in die Marina fahren. Im Ort gibt es in Hafennähe einen kleinen Supermarkt, der große Supermarkt liegt außerhalb und ist nur mit dem Taxi erreichbar.

Menorca

Menorca heißt soviel wie „die Kleinere“, im Gegensatz zu Mallorca „die Größere“. Sie hat eine Fläche von 702 km² und eine 216 km lange Küstenlinie. Die höchsten Erhebungen sind El Toro (358 m), S’Eclusa - (267 m) und Santa Agueda - (260 m) und befinden sich in der Inselmitte. Ansonsten ist die Insel sehr flach.

Menorca ist bezüglich der Bebauung die geschützteste Insel des Balearen-Archipels. Dies erkennt man anhand der zahlreichen Naturparks wie in Es Grau, Addaia, Son Saura und Son Bou. Darüber hinaus gibt es ein einzigartiges Höhlensystem im südlichen Teil der Insel mit Unterwasser-Höhlen.

Der Tourismus ist weit weniger intensiv ausgeprägt als in Mallorca oder Ibiza. Viele Gebäude in Ciutadella weisen deutliche arabische Akzente auf. Die Fassaden mancher Geschäfte in Mahón (auch Maó) dagegen könnten einer mittelenglischen Kleinstadt entstammen. Daneben gibt es Kirchen und Kathedralen im romanischen und gotischen Stil. Die Insel hat ihre eigene Sprache, das Menorquin. In ihr sind spanische, katalanische, französische und englische Komponenten verschmolzen, und man braucht viel Phantasie, um sie zu entziffern.

Da Menorca noch deutlich im Einflussbereich des Mistrals aus dem Golf du Lyon oder des Tramontana aus dem Ebrodelta liegt und es nur zwei sichere Häfen gibt, ist das Wettergeschehen genau zu beobachten.

Die zwei Häfen, die bei jedem Wetter und nachts angelaufen werden können, sind Mahón im Osten und Ciutadella im Westen.

Daneben gibt es etliche Buchten, in denen man bei gutem Wetter über Nacht ankern kann. Im Norden gibt es als Unterschlupf die Cala Fornells, die jedoch bei starkem Mistral auch schnell zur Falle werden kann. Die Nordküste Menorcas kann also durchaus ein raues Segelrevier sein, die Südküste ist meist etwas ruhiger.

Cabrera

Die Inselgruppe Cabrera besteht aus der Hauptinsel Cabrera und 18 kleineren Inseln. Die Insel Cabrera mit ihrem kleinen Hafen, an dem die “Golondrinas” (die typischen kleinen Dampfer) anlegen, ist 1.569 ha groß und eine Abfolge von Kliffs, kleinen Buchten, Kaps, Sandstränden und wunderschönen Küstenhöhlen – die berühmteste ist Cova Blava, die "blaue Höhle". Cabrera stellt gleichzeitig auch ein wesentliches Ökosystem für Flora und Fauna und beherbergt einige andernorts selten gewordene Arten. Mit seinen über 450 Pflanzenarten ist es zudem ein wichtiger Zwischenstopp für viele Zugvögel auf dem Weg von und nach Afrika. Cabrera gilt als eines der letzten unberührten Paradiese im gesamten Mittelmeerraum.

Cabrera besitzt den bestgeschützten Naturhafen der Balearen. Aus der Zeit der Römer ist bekannt, dass sie diesen sicheren Hafen auf ihren Reisen durch das Mittelmeer zum Ankern nutzten.

Cabrera zu besuchen ist ein schöner Tagesausflug mit dem Boot von Colonia Sant Jordi oder Porto Pedro aus. Segler, die mit der eigenen Yacht nach Cabrera wollen, müssen sich vorher eine Genehmigung in Palma besorgen.


Der Status als Nationalpark bringt eine Reihe von Rechtsvorschriften mit sich, die beachtet werden müssen:

  • die Schifffahrt im Nationalparkbereich bedarf der vorherigen Genehmigung, nur 50 Schiffe pro Tag dürfen die Inseln besuchen.
  • Ankern im Nationalpark ist verboten, zum Festmachen sind die vorgesehenen Mooringtonnen zu verwenden.
  • Landgang ist nur am Hauptkai erlaubt, Anlegen dort nur mit dem Dinghi.
  • Fischen ist verboten.
  • Tauchen ist nur mit Genehmigung und nur an bestimmten Stellen erlaubt.


Die Nationalpark-Ranger sind mit einem Powerboat ausgerüstet und achten streng auf die Einhaltung der Vorschriften. Die Erlaubnis zum Befahren des Nationalparks oder zur Übernachtung an einer Mooringtonne kann bei der Nationalparkverwaltung beantragt werden: Tel. +34 971 / 725 010.

Wer sich den Umstand mit der Genehmigung nicht machen will, kann auch mit dem Ausflugsdampfer von Palma, Colonia St. Jordi / Puerto de Campos oder von Porto Petro aus hinfahren. Zur Anreise mit dem eigenen Boot bietet sich Puerto de Campos als Absprung an. Die Entfernung beträgt nur 11 sm.

Die Balearen LuftbilderBernhard Bartholmes

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