Wind und Wetter am Tyrrhenischen Meer

Das typische Mittelmeerklima mit geringen Temperaturschwankungen in der Mitte des Jahres sorgt für ideales Segelwetter von März bis November. Der tagsüber in Landnähe wehende thermische Seewind ist im Norden tendenziell etwas stärker als im Süden.


Windverhältnisse am toskanischen Archipel

In den Sommermonaten sind durch die Großwetterlage im Norden Korsikas Winde aus West / Süd-West wie der Libeccio möglich. Ansonsten sind die vorherrschenden Winde der Tramontana und der Scirocco. Korsika schirmt den toskanischen Archipel als Segelrevier gut vor starkem Mistral aus NW ab.


Windverhältnisse an der korsischen Westküste

Ist die korsische Westküste ihrem Ruf nach auch ein Starkwindrevier, so scheint zumindest im Sommer eher das Gegenteil der Fall zu sein: herrscht im westlichen Mittelmeer Flaute, so gibt es auch hier keinen Wind. Doch selbst wenn Mistral und Libeccio Saison haben, bleibt der Wind an Korsikas Westküste meist relativ schwach. Dafür ist die Küste hier jedoch umso mehr der häufig starken Dünung ausgesetzt, die Mistral mit sich bringt.

An sonnigen Tagen baut sich über den Vormittag eine angenehme thermische Brise auf, die meist bis zum Abend anhält und auch im Hochsommer für angenehme Temperaturen sorgt. Das milde Klima und die hohen Wassertemperaturen ermöglichen hier von Mitte Mai bis Ende September eine lange Segelsaison.

Da es nur recht wenige Ankerbuchten gibt, in denen man gegen die regelmäßig auftretende starke Dünung ausreichend geschützt ist und diese wenigen Buchten und Häfen sich zur Hochsaison aufgrund der Nachfrage bei Wetterumschwung schnell füllen, kann es mitunter schon einmal recht ungemütlich – wenn nicht gefährlich – werden.


Tramontana (Wind aus Nord / Nord-Ost)

Der Name lässt sich von dem lateinischen Ausdruck „vertus transmontanus“ ableiten, was zu Deutsch ungefähr „Wind, der über die Berge herüberweht“ bedeutet. Die Tramontana ist ein seltener kühler Nord- oder Nordostwind, der über die Alpen hereinbricht. Er entsteht, wenn ein Tiefdruckgebiet von Norditalien etwas weiter nach Osten gewandert und die dazugehörige Kaltfront schon weit in den Süden gezogen ist. Dabei dreht der Wind im Uhrzeigersinn auf Nord oder Nord-Ost.

Die Tramontana weht normalerweise gemäßigt stark, obwohl sie durchaus auch schon mal kräftig und stoßweise daherkommen kann und zumeist mit schönem Wetter einhergeht oder zumindest eine Wetterverbesserung ankündigt.

Vielfach wird die allgemeine Windrichtung Nord / Nord-Ost im Sommer in Landnähe von thermischen Winden (Land- und Seewind) überlagert.


Scirocco (Wind aus Süd / Süd-Ost)

Der Scirocco (auch Schirokko) ist ein schwül-heißer Wind aus Süd bis Süd-Ost im Mittelmeerraum.

In Italien wird zwar meist jeder warme Wind "Scirocco" genannt, aber eigentlich bezeichnet er einen Wind, bei dem heiße Luft aus Nordafrika über das Mittelmeer nach Italien geführt wird. Dabei liegt ein Tiefdruckgebiet über dem westlichen Mittelmeer und "saugt" heiße und trockene Luft aus der Sahara nach Norden ab. Über dem Mittelmeer reichert sich dann die Luft stark mit Feuchtigkeit an.


Libeccio (Wind aus West / Süd-West)

Der Libeccio (über das Lateinische aus dem Griechischen, bedeutet ursprünglich „Libyen“) ist ein das ganze Jahr über in Nord-Korsika vorherrschender westlicher oder südwestlicher Wind. Er kann öfters hohen Seegang und heftige Böen aus westlicher Richtung mit sich bringen. Er ist im Sommer meist vorherrschend, im Winter wechselt er mit der Tramontana (aus Nord / Nord-Ost).

Im Sommer genießt man in herrlicher Landschaft und bei meist sonnig-warmem Wetter unbeschwerte Segelferien.

Wind & Wetter Tyrrhenisches Meer, Italien

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