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Ionisches Meer

Das Segelrevier Ionisches Meer reicht von den Küsten Süditaliens und Siziliens im Westen über die Ionischen Inseln bis zur Küste Griechenlands und des südwestlichen Albaniens im Osten.

Von der Ausgangsbasis Gouvia auf Korfu sind innerhalb einer Woche meist nur die nördlich von Korfu und / oder südlich von Korfu gelegenen Gebiete zu ersegeln.
Für Törns von Lefkada aus bieten sich zum Segeln vor allem die Gebiete südlich von Lefkada an.

Diapontische oder Othonische Inseln

Nordwestlich von Korfu liegen die Diapontischen Inseln (auch Othonische Inseln genannt). Sie bestehen aus einer Reihe von kleinen Inseln und Felsriffen. Nur die drei größten Inseln Othoni, Erikoussa und Mathraki sind bewohnt.
Die Inseln bieten für den Segler keine sicheren Anlegemöglichkeiten!
Tagesankerplätze sind den Seekarten zu entnehmen.

Othoni

Othoni ist mit etwa 100 ständig hier lebenden Einwohnern und einer Fläche von etwa 10 km² die größte der Diapontischen Inseln. Othoni ist gleichzeitig die westlichste Insel und Gemeinde Griechenlands. Sie liegt etwas über 12 sm nordwestlich von Korfu.
Die meisten Einwohner leben von Landwirtschaft (hauptsächlich Olivenanbau), Fischerei und dem sehr spärlichen Tourismus. Es gibt einen kleinen Hafen in Ammos.

Erikoussa

Erikoussa ist die nördlichste der Othonischen oder Diapontischen Inseln. Mit einer Fläche von 4 km² ist sie die zweitgrößte der Inselgruppe. Bisher sind die Orte der Insel vom Tourismus nur wenig berührt und deshalb sehr ruhig.
Der Hauptort der Insel ist Porto.

Mathraki

Die nur 3 km² große Insel Mathraki zählt etwa 300 Einwohner, die von der Landwirtschaft (überwiegend Olivenanbau) und dem noch sehr spärlichen Tourismus leben. Eine witterungsabhängige, regelmäßige Fährverbindung besteht zwischen Mathraki und Korfu (Stadt) sowie in den Sommermonaten mit den Ferienorten an der Nordwestküste Korfus. Ein schöner Strand nahe der Anlegestelle bietet sich zum Baden an.

Ionische Inseln

Korfu

Korfu (griechisch "Kerkyra") ist die nördlichste und zweitgrößte der sieben großen Ionischen Inseln: 85 Kilometer lang, 18 Kilometer breit, eine Fläche von 579 km² und rund 113.000 Einwohner. Korfu liegt dabei etwa auf Höhe des italienischen „Stiefelabsatzes“ und nähert sich im Norden bis auf zwei Kilometer der albanischen Küste, getrennt durch die Straße von Korfu. Aufgrund der für griechische Verhältnisse recht üppigen Vegetation wird Korfu auch „die grüne Insel“ genannt und zählt zu den wohlhabendsten Regionen in Griechenland. Es gibt einen internationalen Flughafen sowie die Ionische Universität, an der Geschichte, Musik, Sprachen sowie Bibliotheks- und Archivwesen gelehrt werden.
Korfu besitzt eine außerordentlich abwechslungsreich gegliederte, 217 km lange Küste mit hervorstehenden Kaps und malerischen Buchten. Südlich der Insel wurde ein Minenleger-Übungsgebiet eingerichtet.


Korfu (Stadt)

Im Hauptort Korfu gibt es mehrere Häfen. Der alte Stadthafen ist klein und für Yachten weniger zu empfehlen, da er zudem auch laut und schmutzig ist. Eine neue Marina ist seit Jahren angekündigt.
Man liegt gut im Yachtklub NAOK, direkt südlich der alten Festung. Von dort ist man zu Fuß schnell im Zentrum der Altstadt. Es gibt Gästeplätze mit Moorings an der Innenseite der Außenmole.


Hafen Benitses

Ca. 4 sm südlich von Korfu (Stadt) liegt der Hafen Benitses. Der Hafen wird von Fischerbooten landseitig, Seglern meerseitig und von ein paar Ausflugsbooten (Ausflüge nach Paxos, Antipaxos sowie zum Festland) benutzt. Wasser- und Stromanschlüsse sind zwar nicht vorhanden, dafür zahlt man jedoch keine Liegeplatzgebühren. Wasser kann tagsüber beim Wasseranschluss am nahen Strand sowie am städtischen Brunnen in Kanister abgefüllt werden. Moorings sind nur teilweise vorhanden und daher sehr begehrt. Ankern kann man bei 3 m Wassertiefe mit Bug- oder Heckleinen zum Kai. Direkt an der Einfahrt auf den ersten Anlegeplätzen hält der Anker nicht. Der Hafen selbst ist einigermaßen sicher, hauptsächliche Windrichtungen sind NNO und SW. In Benitses gibt es Einkaufsmöglichkeiten in Geschäften und Supermärkten sowie in einigen Restaurants. Es gibt eine Bäckerei. Eine Tankstelle gibt es nicht, die nächste liegt in ca. 4 km Entfernung Richtung Korfu (Stadt).


Gouvia

Günstig nahe am Flughafen der Insel Korfu liegt die Marina Gouvia. Die Marina ist neben Lefkas Ausgangspunkt für Törns in die Ionischen Inseln.

Gouvia ist eine unserer Charterbasen!

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Segelgebiete südlich von Korfu

Paxos

Paxos ist die kleinste der Ionischen Inseln mit einer Fläche von 25 km² und liegt ca. 6-7 sm südlich von Korfu. Die Insel ist sehr häufig Zwischenstation bei der Fahrt nach Lefkas. Der Hauptort ist Gaios, ein wunderschöner Naturhafen, allerdings in der Saison recht stark besucht. Vorsicht an der Südeinfahrt, die Wassertiefe in der Hafeneinfahrt beträgt stellenweise unter 2 m. Tiefergehende Yachten können von Norden einfahren. Touristisches Ambiente, viele Restaurants, diverse Geschäfte. Direkt am Hafen kann man das ausgezeichnete Paxos-Olivenöl kaufen. Lakka im Norden liegt in einer großen, gut geschützten Bucht und bietet beste Ankermöglichkeiten.

Eine sehr schöne Ankerbucht liegt im Süden: Mongonisi, an der Ostseite begrenzt von der gleichnamigen Insel. Dort gibt es eine nette Taverne mit einigen Liegeplätzen. Gelegentlich Schwefelgeruch von unterseeischen Quellen. Die (Süd-)Westküste besteht aus eindrucksvollen steilen Felsen und bietet keine Anlegemöglichkeiten. Bei ruhigem Wetter kann man sich der Steilküste nähern und mit dem Beiboot verschiedene Grotten erkunden. Diese gehören zu den Hauptattraktionen von Paxos und werden auch von Ausflugsbooten (ab Gaios) angesteuert.

Andipaxos

Andipaxos ist die südöstlich gelegene kleinere Schwester von Paxos. Nur per Schiff erreichbar, bietet Sie Seglern an der Ostseite mehrere herrliche Ankerbuchten mit glasklarem, türkisfarbenem Wasser und Sandstrand für einen mittäglichen Badestopp. Tagsüber kommen Ausflugsboote von Paxos herüber, aber es gibt noch einsame Flecken. Übernachtung ist nur bei sehr ruhigem Wetter anzuraten. Die Insel ist nicht ganzjährig bewohnt und bietet außer einigen Saison-Restaurants keine Versorgungsmöglichkeiten.

Parga

Parga ist ein pitoresker Ort mit einladenden Tavernen und Geschäften. Ein Besuch der venezianischen Festung lohnt sich, allein wegen des herrlichen Ausblicks über die Bucht. Als Ansteuerung dient eine weiße Kapelle auf dem Kap. Die westliche Einfahrt Ak Keladio ragt steil und zerklüftet aus dem Wasser. Zum Ankern bietet sich die Bucht Ormos Valtou an. Von dort nimmt man sich ein Wassertaxi nach Parga. Im Hafen gibt es nur eine Anlegebrücke. Anlegen ist nur kurz an der Anlegebrücke möglich. Versorgungsmöglichkeiten: Wasserhahn an der Anlegebrücke, Tankstelle am Ortsausgang und diverse Einkaufsmöglichkeiten im Ort.

Ormos Valtou

Ormos Valtou ist eine sichere, gegen alle Winde gut geschützte Ankerbucht westlich von Parga. Die Bucht eignet sich zum Übernachten, Relaxen und Schwimmen. Der beste Ankerplatz befindet sich direkt an der großen Mole, man kann aber auch in der Bucht ankern. Im Sommer ist dieser Ankerplatz sehr stark frequentiert. Alternativ bietet sich die Außenseite der Mole an. Von Ormos Valtou kann man einen Spaziergang nach Parga unternehmen. Er führt vom Sandstrand hinauf in den Ort (Nachts Taschenlampe mitnehmen!).

Lefkada

Die Insel Lefkada (auch "Lefkas" genannt, von "levko" für "weiß", abgeleitet von der weißen Steilküste) ist die größte der Ionischen Inseln. Die Insel ist 35 km lang und 15 km breit und bietet eine 117 km lange, helle Steilküste mit herrlichen Sandstränden und windgeschützten Buchten. Lefkas ist durch einen langen Damm mit dem Festland verbunden und daher gut mit dem Auto zu erreichen. Geheimnisvolle Grotten im Westen, die flache und bewaldete Küste im Osten, eine 72 m hohe Klippe an der Südspitze, dazwischen ein bizarres Gebirge mit fruchtbaren Tälern – das ist Lefkas.

Ormos Syvota ist eine weiträumige, gut geschützte und malerische Ankerbucht. Sicher liegt man auch in Port Vlikho,  durch die enge Einfahrt, geschützt gegen Wind aus allen Richtungen. Der Ankergrund hält sehr gut. Bei der ersten Werft nach der Einfahrt rechts gibt es einen Segelmacher für einfache Reparaturen.

Auf Lefkas gibt es keinen Massentourismus. Die Städte Lefkada und Nydri (auch Nidri) sind die aktivsten Touristenzentren. An der Westküste sind die beiden Strände Porto Katsiki und Kathisma beliebte Ausflugsziele, vor allem auch bei der einheimischen Bevölkerung. Bekannt ist die Insel Lefkas vor allem für Windsurfing, da in der Bucht um Vassiliki einer der besten Surfplätze Europas zu finden ist.

Taphische Inseln oder Tilevoides

Die Inselgruppe der Tilevoides, auch "Taphische Inseln" genannt, befindet sich zwischen der Insel Lefkas und dem östlich gelegenen arkanischen Festland. Die rund 15 Inseln haben zusammen eine Fläche von etwa 53 km². Die nördlich vor der lefkadischen Küste gelegenen, kleineren Inseln werden auch unter dem Namen „Prinzen-Inseln“ als Untergruppe zusammengefasst. Nur die drei größten Inseln Meganisi, Kalamos und Kastos sind bewohnt, Skorpios und Madouri befinden sich in Privatbesitz und werden nur saisonal bewohnt. Insgesamt leben ca. 1.800 Einwohner auf der Inselgruppe.

Meganisi (Meganissi)

Die Insel Meganisi (griech. Meganissi) hat bis heute ihre Ursprünglichkeit bewahrt, und so gibt es nicht nur für Segler, sondern auch für Naturliebhaber viel zu entdecken. Die Einwohner verteilen sich auf die beiden Hafenorte Vathy und Spartochori sowie auf die im Inselinneren gelegene Ortschaft Katomeri. Lieblich und voller Olivenbäume erhebt sich hier die wie gemalte Landschaft der Ostküste und verleiht diesem Ort sein besonderes Flair.


Spartochorion

Die Bucht Porto Spilia unterhalb des Ortes Spartochorion zählt mit zu den schönsten im Ionischen Meer. Beim Einlaufen in die Bucht sieht man den Hafen und die verschiedenen Liegeplätze. Gut liegt man an den Schwimmstegen mit Mooringleinen, die zur Taverne Porto Spilia gehören – allerdings wird hier erwartet, dass man in der Taverne speist. Weitere Liegeplätze befinden sich neben dem Fähranleger. Hier ankert man in tiefem Wasser mit Felsblöcken auf dem Grund. Im hinteren Teil der Bucht gibt es mittlerweile Liegeplätze für Flottillen. Frei Ankern ist wegen der Wassertiefe und der Felsen in der Bucht nicht möglich, man kann es aber vor dem Strand im hinteren Teil der Bucht versuchen.
Vor zwei Restaurants kann man an Schwimmstegen vor Moorings anlegen. Die Bucht ist allerdings bei Winden aus Nordost ungeeignet. Wasser und Strom sind vorhanden, Diesel erhält man per Tankwagen. Duschen gibt es gegen Gebühr hinter der Taverne, oben im Dorf gibt es neben weiteren schönen Tavernen auch einen kleinen Supermarkt.


Vathy

Vathy ist ein schöner kleiner Hafen an der Nordküste der Insel. Außer den Flottillen, die ab und zu hierher kommen, ist hier wenig Betrieb. Die Bucht und der Hafen sind aus der Entfernung nur schwer zu erkennen, erst beim Näherkommen erkennt man die Häuser und die Windmühle oberhalb des Ortes. Anker- und Liegeplätze befinden sich direkt im Hafenbecken am Pier. In der Bucht und am Pier liegt man gut geschützt. Manchmal steht leichter Schwell in die Bucht, es treten Fallböen aus Nordost auf.

Kalamos

Kalamos (griech. Nisos Kalamos) ist eine kleine bewohnte Insel. Der Hafen Kalamos ist ziemlich geräumig und meist gut besucht. Am Hafen gibt es kleine Kneipen, eine Creperie und eine gemütliche Taverne, in der man noch recht günstig essen kann und zudem Möglichkeiten zum Duschen, Wäschewaschen und -trocknen angeboten werden. Bei Anlegemanövern wird geholfen. Im Ort gibt es einen kleinen Lebensmittelladen sowie eine Bäckerei. Ein Spaziergang durch den am Hang gelegenen Ort bietet tolle Ausblicke auf das Hafengelände.

Sehr attraktiv ist auch die Ankerbucht Port Leone einige Meilen südöstlich vom Hauptort Kalamos. Das Dorf Port Leone wurde beim Erdbeben 1953 zerstört und ist seitdem verlassen, nur die Kirche wird noch instandgehalten.

Kastos

Kastos (griech. Nisida Kastos) hat lediglich rund 50 Einwohner, die fast ausschließlich im Osten der Insel im Hafenort Kastos leben. Es handelt sich um einen engen aber gut geschützten Hafen, dessen Ansteuerung bei Tag problemlos ist, nachts aber wegen fehlender Beleuchtung nicht ratsam scheint. Die Einfahrt ist frei von Untiefen, jedoch ist der Manöverraum bedingt durch die geringe Wassertiefe eingeschränkt. Die Wassertiefe am Kopf der Mole beträgt 3 m und ist zum Land hin abnehmend. Die Versorgungsmöglichkeiten sind beschränkt. Der romantische Hafen liegt sehr geschützt, und in den dortigen Restaurants kann man vor allem den einheimischen Fisch genießen. Die meisten Besucher bleiben nur für eine Nacht, um dann am nächsten Tag weiterzusegeln.

Einen Pauschaltourismus gibt es auf Kastos noch nicht; die nur recht schwer zu erreichende Insel wird aber bei Seglern immer beliebter. Auf Kastos gibt es sehr wenige Einkaufsmöglichkeiten, dafür wartet sie mit wunderschönen Buchten auf, die zum Baden einladen. Auf Kastos kann man die unberührte Natur genießen, fernab vom Massentourismus.

Golf von Patras

Der Golf von Patras erstreckt sich vom östlichen Teil des Ionischen Meeres zwischen der Insel Oxia im Norden und dem Kap Araxos im Süden bis nach Patra, und geht von dort über eine Meerenge in den Golf von Korinth über. Dem Golf sind zahlreiche größere Inseln vorgelagert, die bekanntesten davon sind Kefalonia, Ithaka und Zakynthos.

Im Golf von Patras fanden mehrere Seeschlachten statt, die bedeutendste davon ist die Seeschlacht von Lepanto im Jahre 1571, bei denen die Heilige Liga von 1571 unter Don Juan de Austria einen überraschenden Sieg über das Osmanische Reich erlangte. Die Seeschlacht gilt bis heute als die mit den meisten an einem Tag Gefallenen.

Kefalonia (Kephallonia/Kefallinia)

Kefalonia (griech. Nisos Kefallinia) liegt am Ausgang des Golfs von Patras und ist mit fast 690 km² die größte der Ionischen Inseln. Die Insel hat nach vielen Jahren der Landflucht in letzter Zeit eine starke Bevölkerungszunahme zu verzeichnen. Heute leben rund 40.000 Einwohner auf Kefalonia. Der wichtigste Ort auf der Insel ist Argostoli an der Südwest-Küste. Kefalonia ist touristisch gut erschlossen und eine im Sommer hauptsächlich bei Briten beliebte Urlaubsinsel. Auch zahlreiche Italiener nutzen die Gewässer um die buchtenreiche Insel als Bootsrevier.


Argostoli

Argostoli ist der Haupthafen der Insel Kefalonia und liegt im Südwesten der Insel in dem tief einschneidenden Kolpos Argostoliou. Die Ansteuerung bereitet keine Probleme, die Bucht ist frei von Untiefen. Bei starken südlichen und nördlichen Winden entsteht Schwell, und man liegt dann besser in der Marina auf der Ostseite der Bucht. Die Durchfahrt zwischen Lefkas und Kefalonia sollte in Nord-/Südrichtung passiert werden, da der vorherrschende Wind aus Nord eine Düsenwirkung entwickelt und teilweise Starkwindstärke mit bösen Fallwinden erreicht.


Sami

An der Ostküste liegt der Fähr- und Handelshafen Sami, der zweitgrößte Hafen in Kefalonia. Es gibt Fähren nach Korfu, Ithaka, Patras sowie nach Italien. Die Ansteuerung macht keine Schwierigkeiten, da der Ort schon von Weitem auszumachen ist. Die Bucht ist frei von Untiefen. Der Hafen ist nur schlecht gegen Dünung geschützt. Bei Nordwind ist er starkem Schwell ausgesetzt und daher kein geeigneter Platz, das Schiff ohne Aufsicht zu lassen. Zum Übernachten ist er nicht geeignet, jedoch bietet er gute Versorgungsmöglichkeiten.


Poros

Noch weiter auf südlichem Kurs kommt man nach Poros. In der kleinen Bucht Ormos Porou kann man bei ruhigem Wetter gut eine Nacht verbringen. Ungemütlich wird es nur, wenn die Fähre ein- oder ausläuft. Die malerische Schlucht zieht tagsüber auch einige Landurlauber an. Bei nördlichen Winden wird dieser Hafen allerdings zur Falle.


Phiskardo

Phiskardo ist ein ansprechender Hafen, der allerdings sehr touristisch geprägt und belebt ist. Um einen Liegeplatz zu bekommen, sollte man bereits am frühen Nachmittag einlaufen. Vom kleinen Anleger im Westen wurde ein Schwimmsteg in nördliche Richtung angelegt. Wasser ist vorhanden. Die Leuchtturmruine sowie der neue Leuchtturm auf der nördlichen Einfahrtshuk stellen eine gute Ansteuerungshilfe dar. Die Bucht ist bis in den Hafen hinein frei von Untiefen.


Ormos Assou

Ormos Assou ist eine Bucht mit einem kleinen Hafen auf der Westseite der Insel. Sie wird durch eine Halbinsel im Westen begrenzt und ist nach Norden hin offen. Bei nördlichen Winden ist die Bucht starkem Schwell ausgesetzt, daher ist ein Besuch nur an ruhigen Tagen zu empfehlen. Als Hilfe zur Ansteuerung dient das von Weitem sichtbare Kastell. Die Einfahrt ist frei von Untiefen. Ankern ist möglich auf 6-7 m Wassertiefe, der Ankergrund besteht aus Sand und Kies bewachsen mit Seegras. Die kleine Mole an der Ostseite bietet nur 2-3 Yachten Platz.


Ephimia

Die Ansteuerung zum kleinen Hafen Ephimia an der Ostseite der Insel ist problemlos. Auf der Mole brennt ein Feuer. Hinter dem Wellenbrecher kann man an der Mole bei einer Wassertiefe von 3-5 m längs oder römisch-katholisch anlegen. Der Ankergrund besteht aus Sand und Steinen. Da der Wind überwiegend aus Nordosten kommt, sollte man viel Ankerkette stecken.

Ithaka (Ithaki)

Ithaka (griech. Nisos Ithaki) ist vom Massentourismus weitgehend verschont geblieben. Die Form der Insel ist ungewöhnlich: sie besteht aus einem Nordteil und einem Südteil, die durch einen schmalen Isthmus verbunden sind, der an seiner schmalsten Stelle gerade mal 650 Meter breit ist. Insgesamt beträgt die Größe der Insel nur 96 km². Ithaka zählt rund 3.000 Einwohner, in den Sommermonaten können es hingegen bis zu 6.000 sein. Bis zum verheerenden Erdbeben im Jahre 1953, bei dem ein Großteil der Gebäude zerstört wurde, lebten hier einst deutlich mehr Einwohner. Im Süden der Insel befindet sich die kleine Hauptstadt Ithaki, die wie ein Amphitheater rund um die langgestreckte, eingezogene Bucht herum gelegen ist.

Bekannt ist die Insel besonders aus der griechischen Mythologie und der Odysseus-Sage – als Herrscher von Ithaka zog Odysseus in den über zehnjährigen Krieg gegen Troja und kehrte, immer wieder von den Göttern auf die Probe gestellt, erst nach weiteren 10 Jahren hierher zurück, nachdem er zahlreichen mythologischen Kreaturen und Naturgewalten trotzend alle seine Gefährten verloren hatte.


Kioni

Kioni ist ein kleiner Hafen mit allen Versorgungsmöglichkeiten, die man braucht. Die Tavernen sind gut und preiswert. Der Hafen ist sehr gut geschützt. Leider sind nur wenige Liegeplätze vorhanden. Ein frühes Einlaufen ist empfehlenswert. Ankern ist möglich, der Hafengrund hält gut. Jedoch sollte stets die volle Kette genutzt werden, da der Anker auf Seegras fällt. Die Ansteuerung ist einfach und die Bucht frei von Untiefen; tiefes Wasser reicht bis dicht unter Land.

An der Südküste Ithakas liegt die Ankerbucht Andreou, eine ideale Bucht für einen Tagesaufenthalt. Die gesamte Ost- und Südküste bietet ideale Bedingungen zum Schwimmen und Schnorcheln. Eine Ankerbucht ist hier schöner als die andere – manche von ihnen sind so klein, dass nur ein bis zwei Yachten Platz finden.


Ithaki

Die Inselhauptstadt Ithaki hat einen wunderschönen, für Ionische Verhältnisse großen Hafen, der am Ende eines fjordartigen Einschnitts liegt und sehr gute Versorgungsmöglichkeiten bietet. Hier für eine Nacht zu liegen gehört eigentlich zum Pflichtprogramm. Seitdem die großen Fähren aus Patra den Hafen nicht mehr anlaufen ist für Yachten am Kai vor der kleinen Stadt viel Platz. Ein weiterer Kai findet sich in der Marina im Norden der Bucht von Ithaki – eine reizvolle Ecke, in der man geschützter liegt, als am Kai vor der Stadt. Strom und Wasser sind hier zwar installiert, aber nicht immer verfügbar.


Ormos Phrikon

Im Nordosten von Ithaka im Scheitel der tiefeinschneidenden Bucht Ormos Phrikon liegt der gleichnamige Hafen. Das Städtchen ist nicht direkt sehenswert, liegt aber landschaftlich außerordentlich schön. Von Sportbooten wird es selten besucht. Die umliegenden malerischen Buchten sind zum Baden und Schnorcheln gut geeignet. Hinter der Mole kann man mit Buganker und Heckleinen festmachen. Der Hafen wird von einer 140 Meter langen Mole mit einem Feuer gut geschützt. Der Grund ist Sand mit kleinen Steinen und Seegras. Die Wassertiefe beträgt um die vier Meter, am Kai und an der Mole zwei bis drei Meter. Es wird empfohlen, den Anker mehr nach Westen auszubringen und reichlich Kette zu geben, da durch die enge Schlucht im Westen des Hafens starke Fallböen kommen können. Die Ansteuerung ist problemlos und die Bucht frei von Untiefen.

Zakynthos (Zakinthos)

Zakynthos (griech. Nisos Zakinthos) ist die südlichste und drittgrößte der Ionischen Inseln. Die Insel hat eine Fläche von 406 km² und ist maximal 40 km lang und 20 km breit. Sie stellt inzwischen ein bedeutendes touristisches Ziel dar, man erreicht sie mit dem Schiff oder über den südlich der Hauptstadt Chora gelegenen Flughafen. Sie hat über 39.000 Einwohner und war in ihrer Geschichte im Gegensatz zum griechischen Festland über mehr als sieben Jahrhunderte unter west- und mitteleuropäischer Herrschaft. Touristisch ist Zakynthos nach Korfu das bedeutendste Reiseziel der Ionischen Inseln. Besondere Bedeutung hat Zakynthos als Hauptnistplatz der "Unechten Karettschildkröte" (lat. Caretta caretta) im Mittelmeer. Der griechische Staat errichtete daher 1999 einen Meeresnationalpark zum Schutz der Nistplätze dieser inzwischen vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröte vor dem zunehmenden Tourismus.


Zakynthos (Stadt)

Zakynthos ist ein weder besonders reizvoller geschweige denn sauberer oder ruhiger Hafen, aber man liegt bei allen Winden sicher. Im nördlichen Hafen, in dem auch die Fähren liegen, sollte man nur vorsichtig an der Westmole festmachen. Die Wassertiefen sind dort sehr unterschiedlich und teilweise unter einem Meter. Segelyachten werden eher an die lange Nordmole gehen und zwar zwischen dem letzten Fähranleger und der Nordwest-Ecke.

Die spektakuläre Bucht "Wreck Bay" ist nach Nordwesten vollkommen offen und daher für eine Übernachtung ungeeignet.

Der Ormos Vroma liegt ca. 3 sm südsüdöstlich der "Wreck Bay" und bietet mit seinem tiefen, nach Nordosten abknickenden Einschnitt und dem Schutz der vorgelagerten Insel einigermaßen sichere Liegemöglichkeiten. Bei Südwestlage steht beträchtlicher Schwell in die Bucht. Der Ankergrund ist krautig und stellenweise schlecht haltend.

Bei sehr ruhiger Wetterlage bietet sich der Ankerplatz "Blue Caves" für einen Badestopp oder natürlich zum Besuch der Grotten mit dem Dinghi an.

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