Marmaris bis Antalya – Revier Türkische Küste

Der Küstenabschnitt von Marmaris bis Antalya ist geprägt von weitestgehend unberührten Landschaften. Allerortens zeugen Reste Jahrtausende alter Ruinen von Festungen griechischer, römischer und persischer Besatzer von der turbulenten Vergangenheit der Region.

Gleichzeitig nimmt das Yachtaufkommen in dieser Gegend jedoch stetig zu, nicht zuletzt wegen der in den letzten Jahren massiv expandierten Marina-Kapazitäten in Wassersportzentren wie Göcek, Fethiye und Marmaris. War das Segeln hier einst nur den traditionellen Gulets und einigen wenigen kleineren Segelyachten vorbehalten so weichen diese nun mehr und mehr den kommerziellen Charter- und Megayachten.

Nichts desto Trotz fällt es nicht schwer, dem Trubel in den zahlreichen kleinen Buchten zu entfliehen, und so bleibt ein Segeltörn in diesem Teil der türkischen Küste ein einmalig traumhaftes Erlebnis.

Marmaris

Noch vor 20 Jahren war Marmaris ein kleines Fischerdorf und ist heute neben Bodrum und Göcek zum Zentrum des türkischen Yachttourismus geworden. Marmaris ist Port of Entry. Rhodos liegt nur 26 sm entfernt. In die Bucht von Marmaris weht zwischen den Inseln nachmittags oft eine kräftige Brise.

Marmaris lässt sich bei der Ansteuerung zwischen den Inseln Keci und Yildiz im Scheitel der Bucht leicht ausmachen. Skipper haben die Auswahl zwischen mehreren Häfen. Im Stadthafen liegen hauptsächlich Gulets, Ausflugsboote und sonstige einheimische Boote. Rund um den Hafen gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars. Die Bazargassen sind auf Massentourismus ausgelegt. In Marmaris bekommt man alles. Großsupermärkte bieten einheimische und ausländische Produkte, Yachtläden und Werkstätten Ausrüstung und Ersatzteile aus Europa und den USA. Diesel gibt es in allen Marinas und Häfen. Manchmal stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut nicht mehr. Der Yachttourismus ist anscheinend für viele ein gutes Geschäft.

Stadtnah liegt die Netsel Marmaris Marina. Dieser moderne Yachthafen bietet jeglichen Komfort bis hin zum eigenen Schwimmbad. Zahlreiche Charterfirmen haben sich hier angesiedelt. Reparaturbetriebe bieten ihre Dienste an. Es gibt ausgezeichnete Restaurants und einen Supermarkt.

Marmaris ist eine unserer Charterbasen!

Für die Charterbasis Marmaris können wir Ihnen attraktive Charterangebote für Segelyachten und Katamarane anbieten!

Koordinaten: 36° 51` 02" N – 28° 16` 38" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 6 – "Port Marmaris"
Marina-Lageplan
Marina-Lageplan
Adresse
Netsel Marina Marmaris
Sarıana mah. M.Münir Elgin Bulvarı No:38/2
48700 Marmaris / Muğla
Telefon
+90 252 - 412 27 08
Fax
+90 252 - 412 53 51
E-Mail-Adresse

Die Albatros Marina liegt ca. 1 km südöstlich von der Netsel-Marina in einem Werftgelände. Sicher liegt man im Hafenbecken auf 4 m Wassertiefe. Bei Chartercrew-Wechsel am Wochenende findet man hier keinen Liegeplatz, die kleine Marina ist meist voll ausgelastet. Wasser- und Stromanschlüsse stehen an den Liegeplätzen zur Verfügung. Charter-Büro, Restaurant, Minimarkt und Duschen sind in der Nähe zwischen kleinen Grünflächen. Auf dem Freigelände könnten bis zu 300 Boote an Land stehen.

Die Pupa Marina liegt ca. 2 sm südöstlich von Marmaris und bietet Platz für 40 Yachten. Neben Reparaturarbeiten kann man hier auch seinen Fäkalientank ausleeren lassen. Die wunderschön gelegene Anlage wird allen, die dem Trubel der Netsel-Marina in Marmaris entfliehen wollen, gefallen. Die Liegegebühren sind deutlich niedriger als in der Netsel-Marina.
Mit insgesamt 140.000 m² Landfläche ist die neue Marmaris Yacht Marina größer als die Netsel Marina. Es gibt Stellplätze für 630 Yachten an Land und um die 700 Wasserliegeplätze. Vor der Einfahrt werden Yachten empfangen und zum Liegeplatz begleitet. Aller erdenklicher Service wird geboten. Nach Marmaris gibt es einen kostenlosen Shuttle-Service.

Die folgende Bucht Köycegiz Limani hat einige schöne Badeplätze vorzuweisen. Man ankert sicher auf Schlick. Umlaufende Dünung steht ganztägig.

Im Scheitel der Bucht kommt man nach Ekincik. Sicheres Ankern ist vor dem breiten Sandstrand möglich. Besser geht man jedoch nach Maden Iskele im Ostteil der Bucht hinter einem Kap versteckt. Hier ankert man mit Landleinenverbindung auf ca. 8 m Wassertiefe oder geht an die Steganlage des Restaurants der My Marina. Die Mitarbeiter des Restaurants helfen kompetent beim Anlegen sowie bei der Müllentsorgung. Der Blick von der Terrasse des Restaurants auf die ankernden Yachten und die Bucht ist phantastisch. Duschen sind im kostenlosen Anliegen enthalten. Wasser und Elektrik kosten extra.

Wer den Schilfgürtel in der Flussmündung des Dalyan Rivers mit der vorgelagerten Insel Delikada, die Ausgrabung von Kaunos, die lykischen Felsgräbern am Hang über dem Flüsschen und den Ort Dalyan mit dem Süßwassersee Köycegiz kennenlernen will, fährt von der My Marina mit einem der flachgehenden Flussboote der Ekincik-Kooperative durch das Schilfdelta auf dem Fluss an den Ruinen von Kaunos vorbei bis zum Süßwassersee und anschließend zum Einkauf oder Fischessen ins Städtchen Dalyan (ca. 100-120 € je nach Länge der Tour).

Auf halbem Weg zwischen Ekincik und dem Fethiye-Golf ist Asin Koyu einen Zwischenstopp wert. Abends gibt es viel Schwell in der nach Süd-Westen offenen Bucht. Die Übernachtung ist nicht unbedingt empfehlenswert. Man ankert vor dem kleinen Sandstrand der wildromantischen Bucht. Achtung vor den Unterwasserfelsen im südlichen Teil des Einschnitts! Die Bucht ist sowohl für Schnorchler als auch für Kletterer ein Paradies. Der Blick von der Höhe der besteigbaren grauen Felswände ist gigantisch.

Hinter der Insel Baba Adasi kann man notfalls Schutz finden. Auf der Nordseite der Insel (dem Strand am Festland gegenüberliegend) gibt es eine Einbuchtung, in der man den Anker auf gut haltendem Grund werfen kann. Eine Landleine muss nach Westen zur Felswand oder nach Süden ausgebracht werden. Die Ansteuerung wird nur bei ruhiger See empfohlen.

Golf von Fethiye

Die nächste Station ist der Fethiye-Golf, ein gut geschütztes, traumhaftes Segelrevier. An jeder Ecke versteckte Buchten, zahlreiche Inseln und Inselchen mit brauchbaren Ankerplätzen, Vegetation bis zum Wasser und kleine urige Buchtenkneipen am Ufer bilden ein einmaliges Revier. An klaren Tagen kann man gut im Hintergrund die hohen Berge erkennen, die im Frühjahr oft noch mit Schnee bedeckt sind, und kommt sich dabei vor wie auf einem großen Alpensee. Zur Zeit der türkischen Schulferien im Juli und August sind die Buchten völlig überfüllt. Nicht nur Massen an Gulets sind unterwegs sondern auch mit Tagestouristen vollgestopfte Ausflugsboote aus Fethiye und Göcek.
Wer mit Kindern segelt und ein ruhiges Revier sucht, ist hier bestens aufgehoben. Klippen und Untiefen sind in den Seekarten deutlich eingezeichnet, dennoch ist es angebracht, an den Kaps und in engeren Durchfahrten ausreichend Abstand zum Ufer zu halten und sauber zu navigieren.

Auf alle Buchten im Fethiye-Golf im Detail einzugehen ist hier nicht möglich. In vielen Buchten gibt es einen Buchtenwirt mit Holzstegen, an denen man mit Mooring-Leinen festmachen kann. So in der bestens geschützten Kapi-Bucht, Tersane, Siralibük Koyu und Boynuzbükü. Die Preise, insbesondere bei Fisch, sind meist überzogen. Empfehlenswert ist es, den Preis vorher genau auszuhandeln.
Im Fethiye-Golf gibt es zwei größere Orte: Göcek und Fethiye.

Göcek

Göcek liegt im Göcek Limani, im äußersten Norden des Fethiye-Golfes. Der Ort hat sich mit unvorstellbarer Geschwindigkeit vom ehemals ärmlichen Fischerdorf zu einem luxuriösen Yacht- und Touristenort entwickelt. Es gibt entlang der schön gestalteten Uferpromenade schicke Restaurants mit gehobener türkischer Küche bis hin zum Sushi-Restaurant und der Imbissbude. Eine Einkaufsstraße bietet vom Goldschmied über Marinezubehör-Geschäfte, Boutiquen, Lebensmittel- und Obstläden, Banken etc. alles, was man als Tourist kaufen kann und will. Reiche Türken haben Göcek entdeckt und lassen sich hier ihre Luxusvillen bauen. Flughafennähe (Dalaman 22 km) und die Lage im Herzen des Golfes von Fethiye sowie die inzwischen fünf Marinas garantieren Göcek eine weitere Entwicklung.

Der Gemeindeanleger, allgemein als Marina Göcek bezeichnet, ist der Sommer-Anleger direkt am Ort, von der Gemeinde verwaltet, die sich redlich bemüht, aber nicht so viel investieren kann wie reiche Privatanleger. Dieser Liegeplatz ist von allen fünf Möglichkeiten der preiswerteste und entsprechend stark gefragt. Die sanitären Einrichtungen entsprechen nicht unbedingt den von den heutigen Charterern erwarteten. Im Übrigen ist die Anlage gepflegt. Wasser und Strom gibt es am Liegeplatz. Man kann auch in der Bucht vor der gesamten Uferfront auf gut haltendem Untergrund auf Reede liegen.

Angenehm und etwas ruhiger ist die Skopea Marina. Hier sind die neu gebauten Toiletten und Duschen stets gut gepflegt und weitaus ansprechender, aber für den Bedarf an den Übergabetagen der dort ansässigen Charterfirmen viel zu klein konzipiert. Die Marina ist aber nur als Sommerplatz geeignet, da im Winter gegen Süd-Ost-Wind ungeschützt. Die L-förmig angelegte Steganlage ist modern mit Elektrik- und Wasseranschlüssen versehen. 60 Liegeplätze sind mit Moorings ausgestattet. An der südlichen Außenseite liegen oft Superyachten vor Anker.

Die dritte Alternative ist die inzwischen etwas in die Jahre gekommene exklusive Club Marina im westlichen Einschnitt der Bucht. Dieser Anleger ist als Jahresliegeplatz gut geeignet, wenn auch deutlich teurer als die Skopea-Marina. Zwischen Skopea-Marina und der Club-Marina pendelt kostenlos eine kleine restaurierte Bosporusfähre.

Ebenfalls exklusiv ist die vierte Marina, die Port Göcek Marina, die von Camper & Nicholson geführt wird. 410 Yachten finden hier einen sicheren Liegeplatz. Hier weht immer ein erfrischender Wind, der das Liegen angenehm macht. Die Marina wurde Ende Juni 1999 in Betrieb genommen und ist eine interessante Alternative zu Marmaris oder Fethiye.

Die fünfte Marina ist die komplett neu errichtete Marinturk Göcek Village Port zwischen Skopea Marina und Club Marina. Die Marina bietet alle Versorgungsmöglichkeiten. Leider ist der Platz nach Süden völlig offen, so dass die Yachten spätestens Ende Oktober an Land müssen. Die Marina bietet dafür ein Kombiangebot: Sommer im Wasser, Winter an Land. Ein weiterer Anleger der Marina in der Bucht südlich der Club Marina führt zu einem weiteren Anwachsen der Liegeplätze in der Bucht.

Insgesamt betreibt die Region im Golf von Fethiye ein sehr dichtes Marinanetz. Leider sind diese alle in Göcek konzentriert, was trotz ständigem Wasseraustauschs zu einer Verschlechterung der bisher ausgezeichneten Wasserqualität führen muss. Lange wird man nicht mehr ohne Angst um seine Gesundheit im "Göcek-Golf" baden können. Dann wird Göcek nur noch ein riesiger Hafen mit Tausenden von Yachten sein.

Göcek ist eine unserer Charterbasen!

Für die Charterbasis Göcek können wir Ihnen attraktive Charterangebote für Segelyachten und Katamarane anbieten!

Koordinaten: 36° 45` 14" N – 28° 56` 20" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 72
Marina-Lageplan
Marina-Lageplan
Adresse
Skopea Marina Göcek
VHF 72
48310 Göcek - Fethiye / Muğla
Telefon
+90 252 - 645 17 94
Fax
+90 252 - 645 17 93
E-Mail-Adresse
Koordinaten: 36° 45` 00" N – 28° 55` 35" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 72 – "TANGO ALFA LIMA 207"
Marina-Lageplan
Marina-Lageplan
Adresse
Club Marina Göcek
VHF 72, TANGO ALFA LIMA 207
48310 Göcek - Fethiye / Muğla
Telefon
+90 252 - 645 18 00
Fax
+90 252 - 645 18 04
E-Mail-Adresse
Koordinaten: 36° 44` 09" N – 28° 56` 06" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 73 – "DMARIN GÖCEK"
Marina-Lageplan
Marina-Lageplan
Adresse
D-Marin Göcek Marina
Anadolu Göcek Marina Turizm Yatırımları A.Ş.
Cumhuriyet Mah. Camtaş Cad. No: 12
48310 Göcek - Fethiye / Muğla
Telefon
+90 252 - 645 15 20
Fax
+90 252 - 645 18 97
E-Mail-Adresse
Koordinaten: 36° 45` 15" N – 28° 56` 00" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 69 – "Marinturk"
Marina-Lageplan
Marina-Lageplan
Adresse
Marinturk Göcek Village Port
Poruklu Koyu
48310 Göcek - Fethiye / Muğla
Telefon
+90 252 - 645 22 29
Fax
+90 252 - 645 15 78

Fethiye

In Fethiye geht man in die Ece Saray Marina mit 6 Schwimmstegen, einem imposanten Wellenbrecher und 465 Wasserliegeplätzen mit Moorings. Die aufwändige Stegkonstruktion musste auf einer Wassertiefe von 20 m verankert werden. Seit Sommer 2003 ist die Marina fertig und bietet guten Schutz, auch im Winter. Das Personal hilft beim Anlegen mit Moorings, UKW-Kanal 73 "Ece Marina". Man kann auch westlich des Kais frei auf gut haltendem Grund ankern.

Fethiye ist eine unserer Charterbasen!

Für die Charterbasis Fethiye können wir Ihnen attraktive Charterangebote für Segelyachten und Katamarane anbieten!

Koordinaten: 36° 37` 55" N – 29° 06` 10" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 73
Marina-Lageplan
Marina-Lageplan
Adresse
Ece Saray Marina & Resort
1. Karagözler Mevkii No 1 Yat Limani
Telefon
+90 252 - 612 88 29
Fax
+90 252 - 612 50 08
E-Mail-Adresse

Das Revier rund um die Insel Gemiler (Nikolaus-Insel) bei Ölüdeniz ist ein weiteres Traumrevier auf dem Weg nach Antalya. Es stehen vier Ankerplätze zur Auswahl.

Die erste Möglichkeit ist hinter der kleinen Ruinen-Insel Karacaören. Wegen der von der felsigen Landzunge aus weit ostwärts reichenden Klippen sollte man bei der Ansteuerung der Bucht als Ortsfremder die Insel Karacaören Adasi runden und an Backbord liegen lassen. Beim Ankern auf die unterschiedlichen Tiefen achten und Anker gut einfahren bzw. die ausgebrachten Mooring-Leinen nutzen. Rundumlaufender Schwell kann das Liegen unangenehm machen (Heckleinen ausbringen!). Der Lärm von der ansässigen Taverne ist oft unangenehm.

Die zweite Möglichkeit ist eine kleine, namenlose, runde Bucht gleich westlich von den rostroten Klippen, 500 m nordwestlich des Westkaps von Gemiler Adasi. Auch dort gibt es ein Restaurant mit Restaurantsteg. Beim Anlegen wird geholfen. Über Nacht liegen ist wegen meist vorherrschendem kräftigem Schwell und Dünung nur bei sehr ruhigem Wetter zu empfehlen.

Die dritte Möglichkeit ist Ankern im Kanal zwischen Gemiler und dem Festland, an der Nordseite der Insel auf Wassertiefen von 8–10 m mit Leinen zum Ufer. Man liegt hier sehr sicher. An hochsommerlichen August-Tagen ist im Kanal von Gemiler Adasi oft kein freier Anlegeplatz zu finden. Die im Kanal zwischen Gemiler-Insel und Festland hin und her flitzenden Motorboote können für Schwimmer gefährlich werden. Sie kommen als Leinenhelfer beim Anlegen, oder wollen einem als fliegende Händler etwas vom Boot aus verkaufen. Unkonzentriert gefährden sie oft jeden, der im Wasser schwimmt. Abends wird es dann meist ruhig. Das Warten lohnt: traumhafte Sonnenuntergänge und ein Panoramablick vom höchsten Punkt der Ruineninsel Gemiler suchen Ihresgleichen.
Bestas Limani (Coldwater-Bay), eine kleine Einbuchtung in der tief nach Norden einschneidenden Bucht nordöstlich der Insel Gemiler, ist die vierte Ankermöglichkeit. Hier gibt es ebenfalls Restauration sowie Anker- und Leinenhilfe durch das Personal. Von der Panorama-Terrasse des dortigen Lokals genießt man einen herrlichen Blick auf den 2000 m hohen Baba Dagi. Wer gerne eine Wanderung unternehmen möchte, kann von hier eine Bergtour zum verlassenen, ehemals griechischen Dorf Kayaköy machen.

Den Strand und die Lagune von Ölüdeniz findet man als Inbegriff landschaftlicher Schönheit in jedem Türkei-Katalog. Die Wasserfarben vor dem weißen Strand leuchten auffallend schön in blau und grün. Yachten dürfen aus Umweltgründen nicht mehr in die Lagune einlaufen. Deshalb liegt die zu Fuß zu besichtigende Lagune hoch heute in unberührter Schönheit da. Vormittags, wenn die Thermik stimmt, landen viele Gleitschirm-Flieger, die vom Baba Dagi herunterschweben, unmittelbar am Strand. Ein kurzweiliges Vergnügen der besonderen Art.

In südlicher Richtung passiert man von Ölüdeniz entlang der Küste in Richtung Süden segelnd die sieben Kaps. Auf dem 28 sm-Kurs nach Kalkan finden Yachten an der Küste so gut wie keinen Schutz.

Kurz danach steuert man bei den Catal-Adalar-Inseln in die Bucht von Kalkan ein. Wer in umgekehrter Richtung von Kalkan nach NW in Richtung Gemiler bzw. Fethiye segelt, sollte früh aufbrechen und das erste Stück gegenan motoren, um schon ein Stück Strecke geschafft zu haben, wenn der manchmal heftige Meltemi einsetzt. Beim Gegenankreuzen segelt man oft die dreifache Strecke.

Kalkan

Bilder vom Segelrevier Türkische Küste – Hier klicken und Bildergalerie starten! Die Ansteuerung von Kalkan ist einfach, da man den Ort schon von Weitem ausmachen kann. Die Molen des kleinen Hafens sind nachts beleuchtet, und die Bucht ist frei von Untiefen. Die Anlegeplätze an den Kais werden zugewiesen. Der ursprüngliche Charme von Kalkan hat sich bis heute gehalten. Ist der Hafen voll, kann man im nordwestlichen Teil der westlich gelegenen Bucht Yesilköy gut geschützt (Leine zum Ufer) ankern. Es empfiehlt sich ein Besuch der nahe gelegenen lykischen Ruinenstätten Xanthos, Letoon und Patara.

Zwischen Kalkan und dem nächstgelegenen Hafen Kaş gibt es etwa 2,3 sm südöstlich der kleinen Insel Heybeli eine gefährliche Untiefe, die nicht oder nur sehr schwer auszumachen ist (unbedingt die Seekarte studieren!).

Kaş

Kaş (Port of Entry) ist ein uriges, äußerst reizvolles Städtchen, landschaftlich schön gelegen, touristisch zwar, aber doch noch mit typischem orientalischen Einschlag. Im Hafen gibt es Wasser und Strom auf der Ost-Pier. Die Behörden zum Ein- oder Ausklarieren liegen nicht weit voneinander entfernt, wenn auch etwas verstreut.

Der Ort hat sich im Laufe der Jahre verändert und ist noch lebendiger geworden. Leider machen die Diskos mit ihrer ohrenbetäubenden Musik bis zum frühen Morgen direkt neben dem Anleger für Yachtcrews einen erholsamen Schlaf nahezu unmöglich. Wer Ruhe und Stille sucht und trotzdem Kaş besuchen will, liegt nur tagsüber zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr ein paar Stunden an und verlegt die Yacht dann für die Nacht in die nur eine Meile südlich gelegene Bucht Bayindir. Auf das dem Kap Ince Burun vorgelagerte Riff ist bei der Einfahrt zu achten.

Koordinaten: 36° 12` 19" N – 29° 37` 27" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 73 - 16 – "kas-marina"
Adresse
Kaş Marina
Uğur Mumcu Caddesi, Bucak Denizi, Acısu Mevki
07580 Kaş / Antalya
Telefon
+90 242 - 836 37 00
Fax
+90 242 - 836 34 72
E-Mail-Adresse

Kaleüçağız

Bilder vom Segelrevier Türkische Küste – Hier klicken und Bildergalerie starten! Die Reede von Kaleüçağız ist von Weitem an den Zinnen der Festung erkennbar. Bei der Ansteuerung muss man unbedingt auf die vielen Riffe und Untiefen achten. Von der Festung aus genießt man ein herrliches Panorama. Die Attraktionen von Kaleüçağız sind die lykischen Sarkophage und Felsengräber. Der "schwimmende Sarkophag" bei den Bootsanlegern ist durch Landabsenkung entstanden. Vor Jahren war Kaleüçağız ein unberührter Ort, heute überwiegt der Touristenrummel in all seinen Formen. An den Restaurantstegen kann man festmachen. Die Insel Kekova liegt schützend vor der Bucht.

Die nächste größere Bucht ist Gökkaya Limani. Sie bietet sich an, wenn man einen Tagesausflug nach Myra machen will, seinerzeit eine der wichtigsten lykischen Städte. Heute landeinwärts gelegen, war sie früher Küstenstadt. Die schönsten lykischen Grabdenkmäler finden sich in Myra, wo in die Felswände über Generationen zahlreiche Grabgräber hineingearbeitet wurden. Im Scheitel der Bucht kann auf 4–6 m geankert werden. Verlässt man die Yacht für einen Tagesausflug nach Myra, sollte eine erfahrene Ankerwache zurückbleiben, da in die Bucht oft Dünung steht.

Finike

Der nächste Hafen in 15 sm Entfernung ist Finike. Am Kap Bunda Burun vorbei tritt die Küste zurück und macht der fruchtbaren Bucht Finike Körfezi Platz. Im Hintergund steigen die bewaldeten Berge des westlichen Taurus-Gebirges bis auf 2000 m an. Die Setur-Finike-Marina ist der ideale Ausgangsort für Ausflüge zu den antiken Stätten von Myra / Demre (lykische Felsengräber, antikes Theater, Kirche des hl. Nikolaus) sowie nach Olympos und Kale / Kekova.

Koordinaten: 36° 18` 40" N – 30° 09` 12" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 73 – "Setur Marina"
Adresse
Setur Marina Finike
P.K. 17
07740 Finike / Antalya
Telefon
+90 242 - 855 50 30
Fax
+90 242 - 855 50 31
E-Mail-Adresse

Golf von Antalya

Der nächste Golf, der sich öffnet, ist schon der Antalya-Golf. Durch die hohen Berge lassen sich die Windverhältnisse in diesem Seegebiet nur schwer vorhersagen. An den Ankerplätzen kann sich die Situation stündlich ändern. Sicher liegt man erst wieder in der Marina in Kemer.

Bei gutem Wetter und schwachem Wind kann man vor dem Strand von Cirali Limani bei der Mündung des Flusses Ak Dere ankern, um von hier aus die Ruinen von Olympos zu erkunden.

Kemer

Die Marina Turkiz Kemer ist Port of Entry und liegt geschützt hinter dem Kap Küçük Burun. Man rundet das schroffe Kap Koca Burun und hält auf den schützenden nördlichen Wellenbrecher zu. Nördlich davon liegt ein befeuertes Klippenfeld, das man unbedingt in gehörigem Abstand umfahren muss. Es stehen 200 Liegeplätze an Moorings mit Wasser-, Strom-, Telefon- und TV-Anschlüssen sowie 120 Landstellplätze zur Verfügung. Wassertiefen in der Marina betragen zwischen 2 und 5 m.

In Kemer selbst entstanden in den letzten Jahren viele Luxushotels. Kemer ist insbesondere bei Golfern sehr beliebt. In wenigen Jahren entwickelte sich hier eine moderne Stadt.

Antalya

Antalya liegt 18 sm von Kemer entfernt. Im Hintergrund der Küste sieht man permanent die schöne, imposante Gebirgskette des lykischen Taurus-Gebirges.

In Antalya gibt es mehrere Häfen. Der Industrie- und Fährhafen liegt ca. 5 sm von der Stadt entfernt. Hier liegen die großen Fahrgastschiffe und Fähren sowie die Umschlageinrichtungen für Frachter. Die renovierte Setur Antalya Marina liegt im Inneren des geschützten Industriehafengeländes und bietet alle Versorgungsmöglichkeiten für Yachten: 250 Mooring-Liegeplätze an drei Schwimmstegen für Schiffe bis 25 m Länge, 400 Stellplätze an Land. Die Stadt Antalya liegt ca. 10 km entfernt. Es gibt mehrmals täglich einen kostenlosen Shuttle-Verkehr.

Der Antalya-Stadthafen ist ganztägig problemlos anzusteuern. Ansteuerungsmarken sind das Leuchtfeuer von Baba Burun und der 17 m hohe Turm von Hidirlik. Die Wassertiefe im Hafen beträgt 7-8 m. Die meisten der 65 Liegeplätze sind einheimischen Booten und Gulets vorbehalten. Sollten Liegeplätze frei sein, wird man vom Hafenpersonal eingewiesen. Es ist dringend zu empfehlen, sich vorher auf Kanal 72 nach freien Liegeplätzen zu erkundigen.

Die Stadt Antalya mit ihren mehr als 1 Mio. Einwohnern ist das Zentrum der sog. Türkischen Riviera. Das Klima ist subtropisch, entsprechend die Fauna. Mengen von Hotels aller Kategorien und wunderschöne Sandstrände ziehen Hundertausende von Touristen aus aller Welt an. Der nahegelegene Flughafen von Antalya tut sein Übriges dazu. In Antalya endet die lykische Küste, Pamphylien beginnt.

Törnführer TürkeiGerd Radspieler

Aktuelle Informationen zur Törnvorbereitung rund ums Seglerparadies im Mittelmeer.

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