Süddalmatien – Revier Kroatische Küste

Süddalmatien wird auch der „Sonnenstaat“ Kroatiens genannt. Bekannt sind die Weine, die Öle, die vorgelagerten Inseln und die Küstenregionen mit ihren Nationalparks in weitestgehend unberührter Natur. Gesehen haben muss man Korčula mit seiner malerisch gelegenen Altstadt. Ursprünglicher ist die mit dem Festland verbundene Halbinsel Peljesac. Südlich davon erstreckt sich die Insel Mljet mit ihrem Nationalpark. Weiter draußen im Meer befindet sich die Insel Lastovo, die aufgrund Ihrer schönen Lage vor allem Segler anzieht. Nicht zu vergessen: die Elaphiten, eine Dubrovnik vorgelagerte kleine Inselgruppe.

Die Krönung der Region ist Dubrovnik – eine Stadt, die auch die "Perle der Adria" genannt wird und zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Korčula

Neben Lokrum und Mljet ist Korčula die waldreichste kroatische Insel, die für Segler zahlreiche Liegemöglichkeiten bietet, allen voran natürlich der Ort Korčula an der Ostseite der Insel mit seiner ACI-Marina. An der Westseite findet sich der Hafenort Vela Luka, der der größte Ort auf der Insel ist. Rund um die Insel gibt es neben einigen einsamen Ankerbuchten zahlreiche kleinere Orte, in denen man festmachen kann.

Ende des 13. Jahrhunderts wurde in der Nähe von Korčula eine Seeschlacht zwischen Venedig und Genua geführt, an der auch Marco Polo an venezianischer Seite teilgenommen hat. Es wird angenommen, dass der berühmte Reisende und große Reiseschriftsteller auf der Insel Korčula geboren wurde.

Die mittelalterliche Altstadt von Korčula ist ein Touristenmagnet. Es gibt zwei Liegemöglichkeiten in Korčula. Die Liegeplätze der ACI-Marina südlich der Altstadt sind in der Saison bereits am frühen Nachmittag belegt – dementsprechend hoch sind die Liegegebühren. Die Marina verfügt über 159 Wasserliegeplätze und 16 Bootsplätze an Land. Die Liegeplätze sind mit Strom- und Wasseranschlüssen ausgestattet. Die ACI Marina Korčula hat die hohe Umweltauszeichnung “Blaue Europa-Flagge” verliehen bekommen.

Die zweite Liegemöglichkeit befindet sich im Fährhafen auf der Westseite der Halbinsel an der Stadtpier. Sportboote können im Südwesten hinter dem Fähranleger festmachen. Sie liegen dort römisch-katholisch vor Buganker. Hier sind jedoch nur wenige Liegeplätze vorhanden. Wenn die Fähre im Hafen ist, kann es dort zudem recht laut werden.


Vela Luka

Vela Luka liegt in einer tief ins Land gehenden Bucht an der Westseite der Insel und ist gut geschützt vor Wind aus allen Richtungen. Entweder man geht römisch-katholisch vor Buganker an die Stadtpier oder aber man ankert nördlich der Pier auf 2-6 m Wassertiefe. Wasser und Diesel bekommt man an der Tankstelle. In der Stadt gibt es zahlreiche Geschäfte und einen Markt.


Lina-Lumbarda

Die Marina Lina-Lumbarda liegt äußerst ruhig. Die Ortschaft gleichen Namens ist für seinen berühmten Weißwein „Grk“ bekannt. Es gibt 150 Liegeplätze (40 für Gastlieger), Wassertiefe beträgt maximal 8 m, die Marina ist ganzjährig geöffnet.

Die weit offene Bucht Kneža im Norden Korčulas bietet viel Platz zum Ankern. An Land gibt es einen kleinen Laden, in dem man sich mit dem Grundbedarf eindecken kann. Bei östlichen Winden sollte man Schutz hinter der Insel Kneža Mala suchen. Bei Bora ist die Bucht unbrauchbar.

Peljesac

Die längste dalmatinische Halbinsel ist sehr zerklüftet, größtenteils bewaldet und hat eine Küste mit vielen Stränden, Felsen, Einbuchtungen und Fjorden. Im Osten ist Peljesac durch eine schmale Landbrücke bei den Ortschaften Ston und Mali Ston mit dem Festland südlich der Neretva-Mündung verbunden. Im Norden wird die Halbinsel durch den Meeresarm Neretvanski vom Festland getrennt, im Südwesten liegt ihr jenseits der relativ schmalen Meerenge des Korčulanski-Kanals die nordöstliche Küste der Insel Korčula gegenüber. Neben dem regen Tourismus ist der Weinbau ein bedeutender Wirtschaftszweig. International bekannt ist der in Dingac angebaute gleichnamige Rotwein. Mit seinen malerischen Orten an beiden Seiten der Küste im Grün der Olivenbäume, Föhren und Macchia besitzt die Halbinsel ihren eigenen Charme.


Orebić

Orebić besitzt einen Fährhafen zur Insel Korčula und entwickelt sich – mit einem der für Kroatien seltenen Sandstrände – immer mehr zu einem wichtigen Touristenmagnet in Süddalmatien. Der kleine Hafen von Orebić ist eine gute Alternative, wenn das gegenüberliegende Korčula voll belegt ist. Es gibt 220 Liegeplätze, jedoch nur 25 für Gastlieger.

Yachten finden weitere Liegeplätze in Mali-Ston, in Ston, Brijesta, Drace, Tjpanje, Loviste, Trstenik und Zuzljana. Die Häfen sind oft flach und mit einheimischen Schiffen belegt. Man liegt meist an der Pier oder ankert hinter den Molen. Empfehlenswert ist eine Übernachtung in der hübschen Ankerbucht Luka nahe der Ortschaft Loviste.

Lastovo

Lastovo ist neben Vis die am weitesten vom Festland entfernte bewohnte Insel in Kroatien. Geschützt von der kleinen Insel Zaklopatica liegt die Bucht des gleichnamigen Ortes an der Nordküste von Lastovo.


Zaklopatica

Von See aus ist der Ort kaum sichtbar. Um in die Bucht zu gelangen, sollte man nur die östliche Einfahrt benutzen, da die westliche mit Steinen als Wellenbecher bis kurz unter die Wasserlinie aufgeschüttet wurde. Die Bucht an sich ist nach allen Seiten gegen Wind und Wellen gut geschützt. An der östlichen Seite der Bucht liegen einige Restaurants, welche teils mit Schwimmstegen ca. 3 m tiefe Mooringplätze bieten. Strom und Wasser sind meist vorhanden. Am Westufer der Bucht gibt es eine lange Mauer, an welcher man gegen Gebühr mit Mooringplätzen, Strom und Wasser versorgt wird. Geldautomaten, Einkaufsmöglichkeit, Post u.ä. sucht man hier allerdings vergebens.

Mljet

Parallel zur Insel Peljesac liegt die grüne, waldbedeckte Insel Mljet mit einer Fläche von rund 100 km². Wegen der dichten alten Kiefernwälder, Karsthöhlen, zwei malerischer, mit dem Meer verbundenen Seen, zahlreichen Sand- und Kieselstrände sowie der Fischgründe, die auch reich an Hummer sind, wurde der westliche Teil der Insel zum Nationalpark erklärt, der auch umliegendes Meeresgebiet umfasst.

Okuklje ist eine wunderschöne, von bewaldeten Bergen umgebene Bucht an der Nordostküste der Insel. Bei der Ansteuerung hält man sich an der Ostseite, um die Klippen an der Westseite zu vermeiden. Die Pier wird werktags zweimal für eine halbe Stunde von der Fähre beansprucht.


Pomena

Im Hafen von Pomena kann man an der Pier des Restaurantes Konoba Barba Ive kostenlos mit Moorings anlegen, wenn man abends zum Essen an Land ausgeht. Bei Bora entsteht Düseneffekt und Schwell. Von hier aus kann man zu Fuß den Nationalpark mit den beiden Binnenseen besichtigen. Die Ansteuerung kann von Ost und West erfolgen.

Luka Polace ist eine hübsche, nach allen Seiten hin geschützte Bucht inmitten von bewaldeten Bergen gelegen. In der geschützten Bucht ankern auf gut haltendem Sandgrund in der Saison bis zu 100 Yachten. Der Platz am Kai wird von der Fähre beansprucht.

Inseln der Elaphiten

Die Elaphiten, ein zum Verwaltungsbezirk Dubrovnik gehörender Archipel vor der süddalmatinischen Küste, liegen nur wenige Kilometer nordwestlich von Dubrovnik und nordöstlich der Halbinsel Pelješac. Die genaue Festlegung der Anzahl der Inseln ist umstritten, üblicherweise aber werden dreizehn Inseln zu den Elaphiten gezählt: Šipan, Lopud, Kolocep, Jakljan, Daksa, Sveti Andrija, Ruda, Mišnjak, Kosmec, Golec, Crkvine, Tajan und Olipa.

Ob auch die südöstlich von Kolocep und südlich von Daksa gelegene Insel Grebeni zu den Elaphiten gezählt wird ist eine Definitionsfrage. Die Inselgruppe ist durch den Koloceper-Kanal vom Festland getrennt, die Wasserstraße zwischen Lopud und Šipan heißt Lopuder Durchgang (wörtlich „Tor von Lopud“), der enge, gewundene Korridor zwischen Šipan und Jakljan wird Harpoti genannt.

Nur Lopud und Šipan, die zwei größten Inseln des Archipels, sind für Segler zugängig.

Lopud

Lopud ist 4,5 km² groß. Es gibt nur eine Siedlung gleichen Namens an der Küste, in der ca. 220 Einwohner leben. Die Nordostseite der Insel ist durch Felsen und steile Klippen nur schwer zugänglich. Die Insel hat eine 11,5 km lange Küstenlinie, davon bestehen nur etwa 1,2 km aus Sandstrand.

Die Sunj-Bucht wird gerne von Yachten zum Ankern angelaufen. Allerdings ist sie bei Scirocco unbrauchbar.

In der Bucht an der Nordwestseite mit Blick auf Šipan liegt das Dorf Lopud. An der Nordseite der Bucht in unmittelbarer Nähe zu einem Kloster, liegt ein kleiner, durch zwei Molen geschützter Hafen. Alle Versorgungsmöglichkeiten sind hier gegeben.

Die Insel verfügt über eigene Süßwasserquellen und ist mit viel Grün, Bäumen, Sträuchern, Pflanzen und Palmen bewachsen.

Šipan

Šipan ist mit 15 km² Fläche die größte Insel im Elaphiten-Archipel. Sie ist 9,1 km lang und bis zu 2,6 km breit. Die Insel wird von zwei Hügelkämmen aus Kalkfelsen durchzogen, zwischen denen sich ein fruchtbares Tal erstreckt. In der Verlängerung der nordöstlichen Hügelkette ist die kleine Insel Ruda vorgelagert. Die wichtigsten Orte sind Šipanska Luka und Sudurad in den zwei größten Buchten der Insel.

Der 9 km lange Kolocep-Kanal (Canale di Calamotta) trennt die Insel vom Festland. Von Šipanska Luka und Sudurad aus bestehen regelmäßige Schiffsverbindungen nach Dubrovnik und Mljet. Bei nordwestlichen Winden liegt man zum Kai und zur Mole von Sudurat im Süden der Insel Šipan hervorragend und in jeder Beziehung ruhig. Weitere Liegeplätze gibt es in Šipanska Luka an der Mole sowie entlang der Pier.

Die Insel ist heute touristisch erschlossen. Sie wird im Sommer von zahlreichen Tagestouristen (Linienschiff Postira von Lopud - Kolocep - Dubrovnik / Gruz) besucht und ist begehrter Anlaufplatz für Yachten.

Dubrovnik

Dubrovnik gilt als kulturelle Hauptstadt Kroatiens und als Wiege der kroatischen Sprache. Als Weltkulturerbe der UNESCO bietet die Stadt eine Fülle von Sehenswürdigkeiten und Zeugnissen ihrer bewegten Geschichte. Ohne einen Besuch der südlichen Kulturmetropole Dubrovnik bleibt jeder Segeltörn entlang der kroatischen Adriaküste irgendwie unvollständig.

Wer die südkroatische Hafenstadt Dubrovnik besucht, ahnt schnell, warum schon George Bernhard Shaw sie zu Lebzeiten als „Paradies auf Erden“ gepriesen hat. Ihr außergewöhnliches historisches Ambiente und ihre besondere Atmosphäre hat sich die Stadt an der äußersten Südspitze Kroatiens bis heute bewahrt – und man muss kein irischer Dichter sein, um ihrem Charme zu erliegen.

Die idyllische Lage der Stadt, die an drei Seiten vom Meer umspült wird, und das mediterrane Flair mit buntem Leben in den Gassen und an den Stränden machen Dubrovnik zu einem lohnenden Ziel. Die Sonnenuntergänge über dem malerischen Panorama am Meer und das lebendige Treiben in den gemütlichen Restaurants und Bars der mittelalterlichen Altstadt sollte man bei einem Kroatientörn erlebt haben!

Dubrovnik ist eine unserer Charterbasen!

Für die Charterbasis Dubrovnik können wir Ihnen attraktive Charterangebote für Segelyachten und Katamarane anbieten!

Website: www.aci.hr
Koordinaten: 42° 40` 13" N – 18° 04` 16" O
VHF-Kanal / Rufzeichen: 17
Marina-Lageplan
Marina-Lageplan
Adresse
ACI Marina Dubrovnik
Na skali 2
20236 Mokošica-Dubrovnik
Telefon
+385 20 - 455 020
Fax
+385 20 - 451 922
E-Mail-Adresse

Kroatische KüsteBodo Müller

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