Toskanischer Archipel – Revier Tyrrhenisches Meer

Der Toskanische Archipel – oder auch Tyrrhenische Inseln genannt – besteht aus sieben Hauptinseln: Elba, Giglio, Giannutri, Montecristo, Capraia, Pianosa und Gorgona. Des weiteren gehören auch mehrere kleine Eilande und Felsen zur Inselgruppe, darunter Scoglio d'Affrica, die Formiche di Grosseto, Meloria, Palmaiola und Cerboli. Bewohnt sind neben Elba lediglich Capraia und Giglio.

Auf Gorgona befindet sich eine Justizvollzugsanstalt, die den größten Teil der Insel einnimmt. Gorgona darf daher nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden.

Weite Gebiete des Toskanischen Archipels wurden unter Naturschutz gestellt. Hier gelten auch für Wassersportler verschärfte Befahrens- und Verhaltensregeln. Die betroffenen Umweltschutzzonen entnimmt man den Seekarten.

Elba

Elba ist ein idealer Startpunkt für erlebnisreiche Törns in alle Richtungen, sei es nach Nordwesten über Capraia, Cap Corse an die korsische Westküste bis St. Florent oder nach Südosten über Giglio, Giannutri bis Porto Ercole oder nach Südwesten entlang der schönen korsischen Südküste über die Straße von Bonifacio bis zu den Maddalenen vor Sardinien.

Elba liegt nur 5 sm von der italienischen Festlandsküste und weniger als 30 sm entfernt von der französischen Insel Korsika.

Ein besonderer Genuss ist aber auch einfach nur ein Törn rund um Elba selbst. Elbas Küste gilt als abwechslungsreiches und atemberaubendes Segelrevier. Am schönsten ist es zwischen Mai und Oktober. 147 Kilometer Küste mit einsamen Buchten und schönen Hafenstädtchen warten auf Segler aus aller Welt. Die Insel gilt als reichstes und schönstes Eiland des Toskanischen Archipels. Es gibt viele schöne Bade- und Ankerbuchten, sandige Strände, steile Felsriffe und viele kleine Fischerorte, Häfen und Marinas sowie zahlreiche Trattorias, die ihren Gästen mit köstlichen Speisen und Snacks aufwarten. Stressfreies Familiensegeln – auch mit Kindern – von Mitte Mai bis Mitte September.
Im April und Oktober kann es schon mal stärker wehen – dann sind die Könner unter den Seglern gefordert!

Segeltörns von Elba aus starten von der Marina der Edil-Nautica Werft in Portoferraio auf Elba.

Ein großer Vorteil von Elba als Charterausgangsbasis liegt in der individuellen Anreisemöglichkeit mit dem eigenen PKW. Mit der Autofähre von Piombino auf dem italienischen Festland aus gelangt man in gut 30 Min. nach Portoferraio. Parkmöglichkeiten befinden sich direkt im Hafengelände.

Elba wird von Deutschland aus von diversen Fluggesellschaften direkt angeflogen. Vom Flugplatz bis zur Pier sind es 20 Minuten mit dem Taxi.

Portoferraio ist eine unserer Charterbasen!

Für die Charterbasis Portoferraio können wir Ihnen attraktive Charterangebote für Segelyachten und Katamarane anbieten!

Koordinaten: 42° 48` 24" N – 10° 19` 00" O
VHF-Kanal / Rufzeichen:
Adresse
Edil Nautica Marina
Località Antiche Saline
57037 Portoferraio / Elba
Telefon
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Fax
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E-Mail-Adresse
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Giglio

Die Insel Giglio ist knapp 28 sm von Elba entfernt. Es leben nur rund 1.400 Einwohner in den drei über die Insel verstreuten Orten.

Tragische Berühmtheit erlangte die Insel durch die Havarie der Costa Concordia, die im Januar 2012 vor der Hafeneinfahrt Portos, dem einzigen Hafen auf der Ostseite Giglios, kenterte. Zwar wurde das Wrack inzwischen geborgen und abtransportiert, dennoch kehrt vor Ort nur langsam wieder Normalität ein.

Der Hauptort Castello liegt 405 m über dem Meer. Die Wehrmauer, die den gesamten Ort umschließt, sowie die alte Festung wurden unter den Aldobrandeschi erbaut und stammen aus frühmittelalterlichen Zeiten.
Im Westen der Insel liegt in einer Bucht der Ort Campese, wo sich der einzige größere Sandstrand der Insel befindet, direkt unter dem Wahrzeichen des Ortes, dem alten Medici-Wehrturm am Meer.

Giannutri

Giannutri ist die südlichste Insel des toskanischen Archipels und liegt ein wenig abseits – aber genau das ist das reizvolle daran! Sie ist halbmondförmig, 500 m breit und etwa 5 km lang, genau richtig für ausgedehnte Spaziergänge.
Es gibt viele Tagesausflügler, ebenso wie Taucher. Noch heute findet man rund um die Insel viele Relikte gesunkener römischer Schiffe.

Die Küste ist zerklüftet und felsig. Bekannte Strände sind Cala della Spalmatoio (im Nordosten) und Cala Maestra (im Nordwesten). Interessant sind die zahlreichen Höhlen, die sich entlang der Küste befinden. Die bekannteste ist die Grotte Gala dei Grottoni im südlichsten Inselbereich.

Fischen und Unterwasserjagd sowie die Verletzung bzw. Beschädigung von Tier- und Pflanzenwelt werden hart bestraft. In der gesamten südlichen Zone, im Nordwesten und Nordosten herrscht absolutes Fahrverbot für alle Arten von Wasserfahrzeuegen.

Montecristo

Die Insel Montecristo, die mit ihrer Gesamtfläche von 1.040 ha ebenfalls zum toskanischen Archipel gehört, liegt zwischen Korsika und Elba. Die unbewohnte Insel ruht auf einem Fundament aus Marmor. Das Naturschutzgebiet ist nur vom Boot aus zugänglich und wird als Isolationsstätte für genetische Forschungen an Nutztieren in Anspruch genommen. Einschlägige Berühmtheit erlangte die Insel als Kulisse der gleichnamigen Erzählung „Der Graf von Montecristo“.
Die Cala Maestra ist die einzige Bucht Montecristos, wo das Anlegen oder Ankern auch bei schlechtem Wetter einigermaßen bequem ist.

Capraia

Capraia entstand aus den Ausschüttungen mehrerer Vulkanausbrüche und ist daher in der landschaftlichen Erscheinung geprägt von einer schroffen, typischen Vegetation, die vom Menschen noch nicht beeinflusst wurde. Die Berglandschaft, die sich bis zu einer Höhe von rund 400 m aus dem Meer erhebt, ist im Westen vorwiegend felsig mit schroffen Abhängen, die oft Grotten und Schluchten verbergen. Im Osten ist sie hingegen mit Tälern bedeckt, und in Meeresnähe öffnen sich liebliche Buchten.
Der bewohnte Teil der Insel grenzt an den Hafen und an die höher liegende Landzunge, wo das eigentliche Städtchen Capraia liegt. Der übrige Teil der Insel ist unbewohnt.

Pianosa

Pianosa liegt südlich von Elba und gehörte vermutlich ursprünglich in der Erdneuzeit noch zum Festland Italiens. Auf einer Fläche von 1.025 ha befand sich über ein Jahrhundert lang ein Gefängnis zur Verwahrung von Schwerstverbrechern, das jedoch 1998 geschlossen wurde. Zwei andere existierende Gefängniseinrichtungen haben eine niedrigere Sicherheitsstufe (eine für Freigänger), werden derzeit aber nur gering und meist nur in den Sommermonaten belegt. Seither kann man diese Insel wieder betreten und auch die einzelnen Trakte besichtigen.
Die Insel Pianosa gehört vollständig zum Nationalpark des Toskanischen Archipels. Im Umkreis von einer Meile um die Insel sind Fischfang und Schiffahrt verboten. Der Zugang verlangt eine Erlaubnis seitens der Parkdirektion.

Gorgona

Gorgona ist die kleinste Insel des toskanischen Archipels, westlich von Livorno gelegen. Sie hat eine Gesamtfläche von nur 2,23 km² und zählt gerade einmal 300 Einwohner. Diese Insel ist aufgrund des dortigen landwirtschaftlichen Strafvollzuges nur in Begleitung und an bestimmten Tagen zugänglich.

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